Das Opel GT Forum

Thema:
eröffnet von Rip am 21.09.12 23:30
letzter Beitrag von Rip am 23.09.12 19:20

1. Teflonbuchsen ausbrennen?

geschrieben von Rip am 21.09.12 23:30

Hi!

Ich habe bei den oberen und unteren Querlenkern Teflonbuchsen drinnen, die ich gegen PU tauschen werde.
Muss ich alten Teflonbuchsen auspressen oder kann ich die auch so wie die Gummibuchsen ausbrennen?
2. RE: Teflonbuchsen ausbrennen?

geschrieben von baker am 22.09.12 08:38

Peter das würde ich nicht tun, PTFE ist hoch giftig bei Erhitzung.
3. RE: Teflonbuchsen ausbrennen?

geschrieben von conrero am 22.09.12 09:24

Hallo Peter,
hast du die Dinger gefahren ?
Wenn ja, wie ist das Fahrgefühl, hart ?
Hast du Schläge in der Karosserie bemerkt ?

Frage nur aus Interesse, den der ATZ bietet die Dinger ja als das Optimale an..., gut für das Fahrverhalten ist es das auch wohl unbestritten, gleich hinter Uniball, aber ich habe da ein wenig Skrupel, da die Karosserie dabei doch sehr belastet wird, ODER ?? berichte bitte mal

Aber mal zu deinem Problem, die sind doch "nur" eingesteckt, kannst du sie nicht einfach raus schlagen oder mit dem Meißel sprengen ? so hart sind sie ja nun auch wieder nicht, ist ja nur Kunststoff

Peter
4. RE: Teflonbuchsen ausbrennen?

geschrieben von Rip am 22.09.12 10:11

Hi Peter!

Also bis dato war folgendes verbaut:

3-Blatt Feder vorne, Kadett-Federn hinten.
Gelbe Konis (nicht mehr ganz in Ordnung)
Teflon rundum.

Ich kann nur zu aktuellen Mittelklassewagen vergleichen:
Wenn ich über die Metallleiste vom Garagentor fahre (2x2 cm) dann prellt es einem das Hirn raus.
Das gleiche bei leichten Asphaltschäden wie sie auf dem Autobahnstück gleich nach Passau Richtung Regensburg sind.

Sonst kaum Federweg oder sonstigen Luxus.
Fahrverhalten ohne Stabis ist aber z.B. bei schrägen Bahnübersetzungen sehr schwammig.

Ich denke, wenn man es gerne straff oder sehr straff möchte, dann ist das eine passende Kombination mit kurzen Federn, alles ab 25er Feder, gelbe Konis. Subjektiv würde ich das dann als "brettlhart" bezeichnen.

Jetzt gibt´s neue Federn hinten, 25er Feder vorne, neue PU-Buchsen, neue Traggelenke, neue Spurstangenköpfe, Stabis hinten und vorne.
Hinten sind schon alle Teflons gegen Gummi getausch worden.

Ich sag mal so: da hatte den Vorbesitzer eben der Tuninggeist der 70er gepackt.
5. RE: Teflonbuchsen ausbrennen?

geschrieben von Juergen am 22.09.12 10:24

NMorgen,

die Teflonbuchsen sind wirklich nichts für Zahnplomben. Ich habe sowas mal gefahren, ich denke, man könnte da auch Bronce- oder Messinbuchsen verwenden und würde keinen Unterschied zu Teflon merken.

Man kann die Buchsen auch mit einem Bohrer traktieren um sie rauszubekommen, aber Abbrennen funktioniert nicht wirklich.

Gruß
Jürgen
6. RE: Teflonbuchsen ausbrennen?

geschrieben von Coke-Car am 22.09.12 11:30

Hallo zusammen

Mensch macht mir doch keine Angst. Ich habe auch die Teflonbuchsen drinnen, aber bin noch nicht damit gefahren. Vielleicht `n halber Kilometer von Kumpels Werkstatt bis zu meiner Garage. Das ganze sehr laaaaangsaaaaaam, weil kein Panhardstab drinnen war.
Aber mal im ernst. Glaubt ihr wirklich das die Buchsen sich auf den "Kompfort" auswirken. Ich dachte eher diese sind dafür da, die Karrosserie absolut steif auf der Achse zu halten (Hinterachse). Den Kompfort bescheren doch die Dämpfer, die Federn und nicht zu vergessen, die Gummie- oder auch gerne PU-Teller unter und über der Feder.

MfG: Dirk
7. RE: Teflonbuchsen ausbrennen?

geschrieben von opelgt59 am 22.09.12 12:25

Nicht zu vergessen die Bereifung. Es macht schon einen Unterschied, ob man mit den serienmäßigen 70er Gummis unterwegs ist oder mit Serie 50 oder noch flacher.
Ich fahre seit einigen Jahren die ATZ-4-Blattfeder, verstärkte Federn hinten, gelbe Konis und Teflonbuchsen. Nachdem die (ausgelutschten) Gummibuchsen durch Teflon ersetzt wurden, war die Lenkung auf einmal wunderbar präzise. Das war auch die einzige wirklich spürbare Veränderung. Da ich zu dem Zeitpunkt schon die 205/5015 bzw. 225/50/15 montiert hatte, konnte ich keine "Komforteinbußen" feststellen. Allerdings sitze ich auch auf Recaro, was vielleicht für etwas mehr Komfort sorgt.

Gruß
Carsten
8. RE: Teflonbuchsen ausbrennen?

geschrieben von Juergen am 22.09.12 13:25

Hallo,

nun, die Buchsen haben starken Einfluß.
Allerdings darf man dabei die Bereifung nicht außer Acht lassen, das stimmt schon.
Auf den guten alten 60/13 rollt es sich schon weicher, als auf einem 30/18 <img src=http://www.forumcoder.de/images/smilies/smiley.gif border=0 alt='smile'>

Aber bei gleichbleibender Bereifung spürt man deutlich den Unterschied zwischen Gummi und den Teflonbuchsen.
Also mein Sechsyzlinder rollt mir heut zu hart, das sind 225/50/15 mit PU und man spürt förmlich das Abrollen der Reifen.

Gruß
Jürgen
9. RE: Teflonbuchsen ausbrennen?

geschrieben von conrero am 22.09.12 14:00

Ich denke, es ist unbestritten, dass die Lenker besser geführt werden...ABER, jede Unebenheit der Fahrbahn werden auch 1:1 auf die Achse und somit auf die Karosse Übertragen !
Da hätt ich dann schon Angst, dass sich irgendwo Werwerfungen zeigen oder gar Risse.
PU halte ich persönlich auch für die bessere Wahl, da hat man von allem etwas , ein straffes Fahrverhalten und Stöße werden "noch" absorbiert, wenn gleich auch nicht so wie bei Gummi.
Leider haben die Dinger auch ihre Nachteile, sie "waschen" schnell aus und quitschen mit der Zeit (auch die neue Version mit den Fettrillen) man müsste wie beim Käfer überall einen Schmiernippel setzen

wenn ich's mir recht überlege, vielleicht garkein schlecher Ansatz...

Bei dem Kadett B meines Bekannten, den ich euch schonmal vorgestellt habe, wird alles aber auch wirklich alles in Uniball gehalten, selbst die Federbeine oben sowie unten...nun ja , die Karre ist durch die Zelle natürlich so versteift, da ist die Karosse drumherum nur noch Optik
Da wird wohl nichts mehr reißen, obwohl er da trotzdem noch Angst vor hat.

Peter
10. RE: Teflonbuchsen ausbrennen?

geschrieben von Rip am 22.09.12 19:41

Hi!

Also heute hab ich den Vorderachskörper ganz rausgenommen.
Hier noch ein Nachsatz zum fehlenden Fahrkomfort:

Im oberen Bereich (dort wo der Achskörper am Kotflügel festgeschraubt wird und wo der Stossdämpfer drinnen ist) ist weder eine Dichtung noch - und das trifft mich härter - ein Vorderachsdämpfungsring verbaut gewesen.

Es war also höchste Zeit, dass ich die Vorderachse mal zerlegt habe.
Der Vorbesitzer hatte da vor 22 Jahren doch ein wenig improvisiert.
Ich mache am besten einen eigenen Thread auf, dann seht ihr, was man da so alles an Fehlern machen kann.
11. RE: Teflonbuchsen ausbrennen?

geschrieben von Anka am 23.09.12 09:33

Hoch giftig ist noch eher untertrieben. Geht voll auf die Organe und das Nervensystem! Ich kenne jemanden, der es überlebt hat, ist jetzt zu 50% schwerbehindert.
12. RE: Teflonbuchsen ausbrennen?

geschrieben von GT Driver am 23.09.12 11:14

...macht ja auch keinen Sinn, da man die Buchsen (fast) mit den Fingern herausziehen kann.

Gruß
13. RE: Teflonbuchsen ausbrennen?

geschrieben von Oli 62 am 23.09.12 13:48

Man darf aber auch nicht vergessen, dass die Ersatzteilversorgung nicht immer so gut war wie heute. Man musste die E- Teile suchen - ohne Internet
14. RE: Teflonbuchsen ausbrennen?

geschrieben von Rip am 23.09.12 19:20

Zitat
...macht ja auch keinen Sinn, da man die Buchsen (fast) mit den Fingern herausziehen kann.

Gruß


Ich stelle heute abend Bilder unter einem eigenen Thread rein. Da siehst du dann, dass die Buchsen durch die Beilagscheibe plan mit der äußeren Hülse reingepresst waren und quasi hinten schon herausgequollen sind.
Da ist nichts mehr mit "einfach herausziehen".


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